Krankheiten

Augenprobleme

Entzündung der Augen:

Symptome

Die Augen sind verklebt und tränen, die Lider können manchmal auch angeschwollen sein.

Das Fell um die Augen ist nass, und der Degus reibt seine Vorderpfoten ständig über die Augen.

 


Blähungen

Symptome

Der Degu ist ruhiger als sonst und schläft mehr, auch die Futteraufnahme findet sehr spärlich bis gar nicht mehr statt.

Der Bauch quillt an den Seiten hinter den Rippen heraus.

 

Ursache

-Falsche Ernährung

-Darmverschluss

-Tumor

-Sand in der Lunge

-Parasiten

-Fremdkörper im Verdauungstrakt

 

 

Therapie 

So schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen und abklären lassen.

Blähungen sind ein Symptom keine Krankheit, die meisten Ursachen führen ohne Behandlung zum Tod!


Diabetes mellitus

 Symptome

Ein-oder beidseitige Linsentrübung im Auge, Durst und Appetit gesteigert, Gewichtszu- oder- abnahme.

Häufig treten Koordinationsprobleme durch die Blindheit auf.

In naher Verwandschaft sind häufig ebenfalls zuckerkranke Degus bekannt.


Duchfall bei Degus

Symptome

Die Umgebung des Afters ist verklebt und nass.

Die Tiere zeigen oft Schmerzanzeichen (sitzen nur herrum und kratzen sich immer wieder am Bauch).

Der Kot ist weich bis Flüssig und heller als normal.



Ursachen

Häufig bekommen Degus von zu schneller Futterumstellung Durchfall. Besonders aufpassen muss man bei Jungtieren und neu gekauften Tieren, diese sollte man langsam an das neue Futter gewöhnen, da sonst sehr schnell der Darm kollabieren kann.

Bakterielle Infektionen z.B. Colibacillose können auch ein Grund für Durchfall sein.

Am häufigsten jedoch kommt der Durchfall von dem Befall von Einzellern (z.B. Protozoen wie Toxoplasma, Giardia spp., kokzidien) 

Auch Stress (Vergesellschaftung, Umzug usw.) können Durchfall auslösen.


Verbeitung

*Einzeller (Giardien)

Giardien werden durch den Mund aufgenommen und wandern zunächst zum Dünndarm. An ihrer Bauchseite haben sie eine Art Saugnapf, mit dem sie sich an der Darmwand festhalten und diese so schädigen. Außerdem vermehren sie sich durch Zweiteilung expolsionsartig.

Im Enddarm entsteht aus jedem Parasiten eine Zyste; dies bedeutet, dass er eine schützende Hülle bekommt. Anschließend werden die Zysten mit dem Kot ausgeschieden.

Durch die Zystenform sind die Giardien nicht empfänglich für normale Desinfektionsmittel und auch viele chemische Mittel können ihnen nichts anhaben. Daher sind sie außerhalb des Darms noch etwar 1 Monat infektiös. In feuchter Kälte können sie mitunter mehrere Monate überleben.

In diesem Zystenstadium sind die Giardien sehr infektiös und werden auf andere Tiere und Menschen übertragen!

Anstecken können sich Degus über die Nahrung, Kot/Urin infizierter Tiere und vom Mensch auf das Tier.


Was Können sie Tun?

*Einzeller (Giardien)

-Sauberkeit hat oberste priorität !!

-Tägliches Reinigen der Käfige/Volieren ist sehr Wichtig um andere Tiere nicht anzustecken und die Einzeller los zu werden.

-Näpfe und Käfigeinrichtung mit heißem Wasser (bei 70 Grad sterben Giardien ab) und reinigungsmittel reinigen.

-Am besten das Reinigungsmittel "Halamid von ecuphar" verwenden.


*Bakterielle Infektion & Futterumstellung

-Grün-/Saftfutter sollte nicht mehr gefüttert werden, bis der Kot wieder normal (fest) ist.

-24 Stunden Diät (24h nur gutes Heu und frisches Wasser zu Verfügung stellen).

-Afterregionen mit einem feuchten Tuch vorsichtig säubern.

-Degus müssen vor dem Austrocknen (dehydrieren) geschützt werden. Sollte sie von alleine nicht genug Flüssigkeit zu sich nehmen, solle man nachhelfen.

Einfach Wasser oder Kamillentee mit einer Pipette oder Spritze einflößen.

(Dehydrierte Tiere= Wenn beim Ziehen oder Zusammendrücken einer Hautfalte diese sich nicht mehr an den Körper anlegt, sondern stehen bleibt.)


Therapie

*Einzeller (Giardien)

Die Schulmedizin gibt bei Giardiosen meinstens Metronidazol(Telmin® Tabletten) (Antibiotikum) oder Fenbendazol(Panacur®) (Wurmmittel).

-Metronidazol(Telmin® Tabletten) ist eines der heftigstenmittel das viele Nebenwirkungen verursachen kann. Diese können variieren von Fieber, Blut im Unrin, Leberentzündungen sowie Veränderung des Blutbild. Metronidazol tötet die Giardien nicht, sondern hemmt nur die Vermehrung! 

-Fenbendazol(Panacur®) Kann Appetitlosigkeit verursachen. Obwohl es nicht so viele Nebenwirkungen hat, hilft es laut Aussage verschiedener Züchter und Tierärzte mittlerweile nicht mehr (die meisten Stämme sind inzwischen Immun dagegen).


Die chiniesische Kräuterheilkunde hat speziell für die Bekämpfung von Giardien die Giardex Formel entwickelt. Giardex tötet die Parasiten bevor sie ins Zystenstadium kommen.

Da es sich hier um natürliche Kräuter handelt, kommt es nicht zu Nebenwirkungen. Außerdem entwickeln die Giardien keine Immunität gegen Giardex und kann das Mittel notfalls auch langfristig gegeben werden.

 


*Bakterielle Infektion & Futterumstellung

Um die Darmflora der erkrankten Degus wieder auf zubauen, empfiehlt sich ein Präparat aus gefriergetrockneten Bakterien Bene-Bac® Gel oder LC1-Joghurt zu verabreichen (1/2 Teelöffel Joghurt oder eine Messerspitze Bene-Bac® am Tag).

Auch Fenchel- und Kamillentee tragen zu Genesung der Darmflora bei.





Lungenentzündung

Symptome

Der Degu hat Nasenausfluss, entzündete Augen, Niest häufig und hat verstärkte Atmung.

Bei Starker Atemnot atmet der Degu durch das Mäulchen, und die gesamte Bauchmuskulatur ist an den Atemzügen mitbeteiligt.

Betroffene Tiere haben häufig Koordinationsprobleme und stellen das Fressen ein.

 

Das Problem bei Degus ist, dass sich die Erreger einer einfachen Erkältung sehr schnell in Richtung Lunge ausbreiten können und man innerhalb kürzester Zeit ein schwer Krankes Tier mit Lungenentzündung vor sich haben kann, bei dem man erst nur einen leichten Schnupfen vermutet hatte.

 

Deshalb Vorsicht:

Erkältungskrankheiten bilden nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen bei Degus und sollte nie unterschätzt werden!!

 

Je früher mit einer Therapie begonnen wird, desto besser stehen die Chancen für den kleinen Patienten.

Begleitend könnten Sie selbst pflegend aktiv werden und dem Degu mit einer Rotlichtlampe oder Wärmflasche helfen.

Einige Nager gehen sogar auf die Möglichkeit einer Degu-gerechten Inhalation ein.